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GEO in der Praxis: Ein Erfahrungsbericht

Geschrieben von Mia Lehmann | Mittwoch, 21.1.2026

Wenn du das erste Mal siehst, dass deine Inhalte in den AI Overviews von Google auftauchen, ist das ein ziemlich besonderer Moment. Wir berichten von der Anfangszeit der KI-Suche.

Für Lili Frankus, Mitgründerin von duwerk, war dieser Moment der Startpunkt einer neuen Denkweise über digitale Sichtbarkeit und der Beginn unserer GEO-Reise.

2024 sind wir mit duwerk als klassische Marketingagentur gestartet. Anfang 2025 wurde klar, wie stark KI die Suche verändert und wie wichtig Sichtbarkeit in ChatGPT und anderen KI-Systemen wird. Seitdem spielt Generative Engine Optimization (GEO) eine zentrale Rolle in unserer Arbeit.

Der Aha-Moment: GEO beginnt da, wo SEO aufhört

Lili arbeitete damals mit einem Softwareunternehmen an Produktseiten, aufgebaut nach klassischen SEO-Maßstäben. Zwei Tage nach Veröffentlichung landeten diese in den AI Overviews.

Dass das kein Einzelfall ist, zeigt auch eine Analyse des Search Engine Journal. AI Overviews erscheinen inzwischen bei rund jedem dritten Keyword in Google und verändern damit, wie Menschen Antworten entdecken und wie Marken sichtbar werden.

Das war der Moment, in dem uns klar wurde, wie nah gutes SEO und GEO eigentlich beieinanderliegen. Wir hatten kein „GEO-Projekt“ gestartet, aber eines gelandet.

„GEO ist nicht unbedingt komplizierter nur umfassender. Allein für Keywords zu optimieren, funktioniert schon lange nicht mehr.“, erzählt Lili.

Generative Engine Optimization erweitert klassische SEO-Methoden um die Frage, wie Inhalte von KI-Systemen verarbeitet, verstanden und in Antworten zitiert werden.

Seitdem hat sich viel getan. Wir haben gelernt, was funktioniert und was GEO in der Praxis wirklich bedeutet.

GEO ist Teamarbeit, keine Einzeldisziplin

Während SEO oft in spezialisierten Teams stattfindet, ist GEO ein Mannschaftssport.  

Damit eine Marke in KI-Antworten vorkommt, müssen viele Zahnräder ineinandergreifen:

  • SEO & Technik sorgen für Struktur und Lesbarkeit der Inhalte.
  • Content & Redaktion schaffen Themenrelevanz und Kontext.
  • PR & Social Media stärken Autorität und externe Erwähnungen.
  • Brand Marketing sorgt dafür, dass die Marke als Entität erkannt wird.

In unseren GEO-Projekten sehen wir auch immer wieder, dass Marken, die zusätzlich auf Social Media, in Plattformen oder Digital PR auftreten, häufiger in KI-Antworten erwähnt werden.

„GEO beeinflusst zahlreiche Marketingdisziplinen“, sagt Lili. “Sichtbarkeit entsteht, wenn alle im Unternehmen dasselbe Narrativ erzählen und zwar konsistent über alle relevanten Kanäle hinweg. Dafür braucht es die Expertise vieler Abteilungen.“

Das Thema ist deswegen am besten dort aufgehoben, wo alle Fäden zusammenlaufen, nämlich im CMO-Bereich mit Support der Geschäftsführung.

Sichtbarkeit neu denken: Von Klicks zu Konversationen

Eines der spannendsten Learnings aus unseren ersten GEO-Projekten betrifft die Messung. Klicks, Rankings und Seitenaufrufe verlieren an Aussagekraft, wenn Chatbots wie ChatGPT Antworten direkt liefern.

Die entscheidenden Fragen lauten heute:

  • Wird unsere Marke in Antworten erwähnt?
  • Für welche Prompts sind wir sichtbar?
  • Kommen Leads oder Anfragen über LLM-Kanäle zustande?

„KI-Performance muss ganz neu gemessen werden.” berichtet Lili. „Durch LLMs sind Metriken wie Traffic oder Klicks keine aussagekräftigen Kennzahlen mehr. Ehrlich gesagt, waren sie das noch nie und durch die KI-Suche wird das jetzt nur noch deutlicher.“

Leads aus LLMs sind oft qualifizierter als Leads aus klassischem Website-Traffic. Sie kommen später im Funnel, aber mit einer klaren Kaufabsicht.

Was Teams jetzt messen sollten:

  • Erwähnungen der Marke in relevanten LLMs (Mentions)
  • Sichtbarkeit der Marke für ein aussagekräftiges Prompt-Set (Visibility Score)
  • Visibility Share gegenüber dem Wettbewerb
  • Ob neue Leads oder Anfragen mit KI-Tools in Verbindung stehen.

Unser Fazit: GEO verändert das Marketing umfassend

Wenn du dich heute mit GEO beschäftigst, wirst du feststellen, dass niemand die perfekte Methode hat oder weiß, wie die Modelle in sechs Monaten funktionieren. Die Arbeit mit GEO fühlt sich manchmal an wie Navigieren im Nebel, aber genau das ist so spannend. Wir alle lernen, wie KI mit Marken umgeht. Wir probieren aus, analysieren, passen an. Und jedes Projekt bringt neue Erkenntnisse.

„Wir stehen alle noch am Anfang“, sagt Lili. „Aber wer jetzt anfängt, versteht morgen schneller, wie KI über die eigene Marke denkt.“

Bei duwerk begleiten wir Unternehmen dabei, GEO nicht nur zu verstehen, sondern setzen konkrete Maßnahmen zur KI-Sichtbarkeit um. Starte mit einem kostenlosen GEO-Audit und erfahre, wie sichtbar deine Marke in ChatGPT, Gemini, Claude & Co. Ist.